Gewaltfreies Entwöhnen
von Süchten, Zwängen und
ungewollten Abhängigkeiten
Gabor Maté bezeichnet insbesondere die westlichen Gesellschaften als "toxisch", weil die gesellschaftlichen Gewohnheiten für jeden Menschen mehr oder weniger leidvoll sind, weil wichtige Bedürfnisse individuelle und soziale Bedürfnisse chronisch unterernährt bleiben. Deshalb sind in unserer Gesellschaft wohl 90 bis 95% von Ersatzbefriedigungen abhängig.
Manche dieser Ersatzbefriedigungen (insbesondere Nikotin, Alkohol und Rauschdrogen) sind besonders körperlich schädlich, aber alle schränken unser individuelles Potential ein, ein Leben in Würde zu führen.
Deshalb sind diese Gewohnheiten alle ungewollt. Jede/r Betroffene würde damit aufhören oder die Nutzung zumindest reduzieren, wenn er/sie es könnte. Ich kenne z.B. zwar einige Raucher, die sagen, sie rauchen gerne, aber auch die würden weniger oder gar nicht mehr rauchen, wenn sie frei wären, d.h. wenn sie Alternativen hätten, die dieselben Bedürfnisse nähren.
Selbst von stark süchtig machenden Substanzen wie z.B. Nikotin, Alkohol oder Opium können wir uns befreien - das beweisen Menschen immer wieder aufs Neue. Meiner
Ansicht nach ist ein gewaltfreier Ansatz, für diese Befreiung am wirkungsvollsten und am nachhaltigsten, weil er die Ursache bewusst macht: die chronisch hungrigen
Bedürfnisse.
Der gewaltfreie Ansatz zur Entwöhnung beinhaltet:
Gemeinsam mit anderen möchte ich versuchen, mich mit diesem gewaltfreien Ansatz von meiner "Film-schau-Sucht" zu entwöhnen. Diese Ersatzbefriedigung ist bei mir besonders stark, wenn ich herausfordernde Zeiten hab. Serien schau ich mir gar nicht an; vor denen muss ich mich schützen, weil ich da fast immer die ganze Serie fertig schauen muss.
Weil wohl jeder Mensch Dinge an anderen leichter sehen kann, als an sich selbst, ist eine mitfühlende gegenseitige Unterstützung deutlich erfolgversprechender,
als wenn wir es alleine versuchen. Vor allem aber sind die ursächlichen Verletzungen viel leichter mit freundlicher und mitfühlender Unterstützung zu heilen, weil genau das fehlen einer solchen
Unterstützung zur "Chronifizierung" und damit zur ungewollten Gewohnheit geführt hat.
Möchtest Du Dich auch von einer ungewollten Gewohnheit entwöhnen und mitmachen?
Wir treffen uns alle regelmäßig (alle 14 Tage?) in einer Onlinekonferenz, um Erfahrungen auszutauschen und die Strategien ggf. anzupassen.
Zudem bekommt jede/r in einer Kleingruppe Unterstützung für das eigene Vorhaben.
Mit folgendem Vorgehen können wir experimentieren:
Den oben genannten gewaltfreien Ansatz zur Entwöhnung üben
Eine Alternative zu der ungewollten Gewohnheit finden
Bewusst das Umfeld, in dem wir leben, für uns nährend gestalten
Eine nährende Gemeinschaft für uns auf- und auszubauen,
Konkrete Rahmenbedingungen für den Umlernprozess setzen
Hast Du auch Süchte, Zwänge oder Abhängigkeiten, von denen Du Dich gerne entwöhnen würdest? Wenn Du mitmachen möchtest, kannst Du dich hier eintragen: http://eepurl.com/geFcTP oder mir eine E-Mail schicken.